Was die beglaubigte Übersetzung medizinischer Dokumente betrifft, so ist die Nachfrage nach der Übersetzung von Impfbescheinigungen seit Beginn der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 auf ein zuvor unbekanntes Niveau sprunghaft angestiegen. Zuvor handelte es sich bei dieser Art von Übersetzungen vorwiegend um Nachweise über Impfungen gegen exotische Krankheiten, die für die Einreise in bestimmte Länder vorgeschrieben waren. Seit dem Auftreten des aktuellen Coronavirus beziehen sich jedoch die meisten Dokumente dieser Art auf Impfungen gegen eben diese Krankheit. Dieser Anstieg wird zudem durch die unterschiedlichen nationalen Vorschriften zur Impfung gegen das Virus befeuert, da jedes Land eine andere Anzahl an Impfdosen verlangt und die festgelegte Dauer der Impfstoffwirksamkeit von Staat zu Staat variiert.
Die Übersetzung dieser Art von Dokumenten erfolgt auf die gleiche Weise wie bei anderen Dokumenten auch. Benötigt der Kunde eine beglaubigte Übersetzung, muss er sich an einen freiberuflichen beeidigten Übersetzer oder an ein Übersetzungsbüro wenden, das diese spezialisierten Dienstleistungen anbietet. Anschließend übermittelt er das zu übersetzende Dokument per E-Mail; bei Beauftragung eines Übersetzungsbüros wählt dieses den Übersetzer aus, der am besten zu den Anforderungen des Projekts passt. Der beeidigte Übersetzer geht dabei nach seinem üblichen Verfahren vor: Er liest den Text, übersetzt und überprüft ihn. Nach Abschluss dieses Prozesses versieht er das Dokument mit Datum und Beglaubigungsvermerk sowie auf jeder Seite mit seiner Unterschrift und seinem Stempel – auch wenn es sich bei dieser Art von Dokumenten meist nur um eine einzige Seite handelt. Schließlich sendet er das Dokument per E-Mail oder auf dem Postweg an den Kunden, je nach vorheriger Absprache. Zur Erinnerung: Ein Übersetzer darf als beeidigter Übersetzer tätig sein, wenn er die offizielle Prüfung des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten, Europäische Union und Zusammenarbeit erfolgreich abgelegt hat.
Häufig stellt sich für Kunden die Frage, ob sie eine beglaubigte oder eine einfache Übersetzung benötigen. Wenn eine beglaubigte Übersetzung erforderlich ist, teilt die Behörde oder Stelle, die das Dokument verlangt, dem Kunden dies normalerweise auch mit. Sollten Sie sich dennoch unsicher sein, gibt es eine bewährte Faustregel: Wenn das Dokument im Zielland oder in der Zielsprache Rechtsgültigkeit haben soll, ist in den allermeisten Fällen eine beglaubigte Übersetzung erforderlich. Andernfalls genügt eine einfache Übersetzung.
Es wäre sehr ungewöhnlich, wenn eine Behörde, eine Institution, ein Unternehmen usw. im Inland, also innerhalb Spaniens, eine beglaubigte Übersetzung eines in Spanien ausgestellten Impfnachweises verlangen würde. Üblicherweise werden solche Dokumente (sei es ein Nachweis über eine COVID-Impfung oder eine Impfung gegen eine andere Krankheit) dann angefordert, wenn die betreffende Person im Ausland geimpft wurde, insbesondere in Ländern außerhalb der Europäischen Union. Im Falle von COVID und aufgrund der schwerwiegenden internationalen Lage wird jedoch bisweilen auch innerhalb der Europäischen Union eine Übersetzung des Impfnachweises verlangt.
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